Ist Handarbeiten Sexy?

Mein Mann kennt mich ja nicht anders. Ständig sind irgendwelche Fäden in Verarbeitung. Sei es Häkeln, Stricken, Sticken oder Nähen. Auch geknüpft habe ich schon.

Meine Hände sind also immer beschäftigt und zwar schon seit Kindesbeinen an.

Meist war ich damit alleine, zumindest früher. Okay, meine Mutter hat auch gestrickt, doch in meinem Alter fanden sich keine Gleichgesinnten. Für die Strickbewegung in den Unis war ich zu jung und danach war Stricken einfach out. Sowie Handarbeiten generell.

Später fand ich dann eine Freundin, die zwar auch Stricken konnte, doch unsere Leidenschaften haben und hätten wir niemals öffentlich ausgelebt.

Doch das hat sich geändert.

Heute wird an allen Ecken und Enden gestrickt und gehäkelt und gestickt und genäht. Und zwar nicht mehr nur von den Omis nebenan, sondern von 20 bis 60 Jahren und älter ist alles vertreten. Generationenübergreifend, sozusagen.

Blogs entstehen, Gemeinschaften werden gegründet und öffentlich auf Stricktreffs Tipps und Tricks ausgetauscht. Der Handarbeitsladen vor Ort brummt und  man sieht viele Leute mit selbst gemachten Dingen und verträumt vor einer Wollkiste stehen.

Das ist schön und ich fühle mich nicht mehr so einsam in meinem Hobby.

Komischerweise ist das Ganze von Amerika aus rübergeschwappt. Ravelry, eines der größten Portale rund ums Stricken und Häkeln ist ja auch englischsprachig, was mittlerweile wieder ganz angenehm ist, da sich hier die ganze Welt trifft.

Muster und Anleitungen werden oft kostenlos weiter gegeben und immer mehr Blogs rund um unser Hobby tauchen auf. Auch entdecke ich immer wieder ganz ganz tolle Onlineshops im Netz, bei denen man geniale, super schöne und oft handgefärbte Wolle finden kann.

Seit dem ich auch im Internet nach meinem Hobby suche, hat sich mein Horizont erheblich erweitert.

Doch ist Handarbeiten jetzt nun sexy? Ich selbst tue mich wohl ein wenig schwer damit, denn ich empfinde Handarbeiten als relativ unsexy, da ich damit hauptsächlich alte Leute in Verbindung bringe (auch wenn ich da nicht! dazuzähle), doch mittlerweile wandelt sich das Bild.

Meine Kinder und mein Mann empfinden es als normal und ihnen gefallen die Sachen auch. Es wird auch immer mehr anerkannt und ja, Handarbeiten kann ziehmlich sexy sein. Sogar mehr als mancher Mann vertragen kann.

Ihr glaubt mir nicht? Schaut mal hier die Dessous an

Herzchen-Stringtanga

Sexy G-String

Sexy – oder?

(Jetzt braucht man nur noch die passende Figur dafür 🙂  )

Stricken/Häkeln – was bringt`s

Stricken und Häkeln ist für mich Entspannung und Beschäftigung zugleich. Neben dem Fernsehen geht die Arbeit leicht von der Hand und ich greife nicht ständig in eine Chipsschüssel – was wiederum meiner Figur zugute kommt.

Nebenher entstehen tolle Sachen.

Jetzt ist es bei mir mittlerweile so, dass beim meisten Fernsehprogramm mir „Fernseh-Hören“ vollkommen ausreicht. Deshalb kann es auch mal ein Muster sein, bei dem ich auf die Nadel und nicht auf den Ferseher schauen kann.

Doch manche Sendungen hingegen sind wieder so interessant (aber auch nicht fesselnd genug), so dass ich ein einfaches Muster brauche, bei dem ich nicht unbedingt hinsehen muss. Daher habe ich auch meist zwei bis drei Projekte gleichzeitig. Einfach und eher langweilig zum Stricken, dafür aber Fernseh-Seh-tauglich. Und eines bei dem ich eher Fernsehhören praktiziere. Hier darf das Muster ruhig etws komplizierter sein.

Nur ganz selten habe ich beim Stricken Muster in der Hand, die so kompliziert sind, dass mich Fernsehen stören würde. Das war jetzt mal bei den Lacetüchern so, aber ansonsten eher nicht.

Beim Häkeln verhält es sich sehr ähnlich wie beim Stricken.

Beim Sticken und beim Nähen ist es aber ganz anders. Hier kann ich nebenher den Fernseher gar nicht leiden und diese Projekte dienen weniger der Entspannung. Es entstehen schöne Sachen dabei und dies wiederum befriedigt mich, doch Entspannung? Keine Spur. Es ist eher im Gegenteil so, dass ich mich dabei oft in einer total verkrampften Haltung wieder finde.

Daher sticke und nähe ich auch relativ selten, obwohl hier die tollsten Dinge entstehen können. Doch das ist okay so und diese Projekte dienen also dem Abschalten, dem vollkommenen Konzentrieren auf eine Sache und der inneren Befriedigung.

Und wie ist es bei Euch so? Nutzt ihr auch verschiedene Arbeitsweisen und könnt auch Fersehstricken?

Pfingstferien

Eigentlich wollte ich ja stricken und vielleicht ein wenig häkeln. Doch das Wetter, die Kinder und die Ferien lassen mich nicht dazu kommen, das zu machen was ich eigentlich möchte.

Deshalb ist hier erst mal noch für eine Woche Ruhe angesagt.

Vielleicht schaffe ich doch noch ein zwei Dinge fertig zu stellen, doch die kann ich Euch ja auch nach den Ferien zeigen.

 

Erholt Euch noch gut!

Socken – Strandfeeling

Nun sind auch meine ersten Socken aus einer Opal-Wolle fertig. Bis jetzt hat mich ehrlich gesagt auch immer der etwas höhere Preis abgeschreckt, obwohl mir die Wolle an sich sehr gut gefallen hat. Vor allem die Hunderwasser-Kollektion. Als ich hier nun ein Knäuel günstig ergattern konnte, habe ich zugeschlagen. Vielleicht auch deshalb, weil mein Mann sich in die Farben verliebt hat.

Deshalb waren vom Muster her auch keine Experimente möglich und ich habe sie glatt rechts gestrickt, damit die Färbung so richtig raus kommt.

Was diesmal besonders lustig war: bei Größe 42 sind zwei exakt gleiche Socken entstanden. Durch Zufall. Aber so was von gleich, dass sogar jede Reihe gleich gemuster ist.

Witzig.

Und hier nun die Prachtstücke:
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Es ist sogar noch jede Menge Wolle übrig und sie lies sich gut verarbeiten. Aber nicht so außergewöhnlich gut, dass ich jetzt nur Opal-Wolle kaufen würde. Und die Färbung ist zwar hübsch aber nicht einzigartig 😉

Und was macht ihr mit alten Anleitungen so?

Geht es Euch auchso, dass ihr fast schon unzählige Bücher zu Eurem Hobby im Regal stehen habt? Und erhlich, wie oft schaut ihr dort noch wirklich rein. Nach anfänglichen Durchblättern und Nacharbeiten einiger toller Dinge steht es dann nur noch rum.

Doch was damit tun?

Eine Möglichkeit wäre zu tauschen, doch sind die Bücher leider oft so speziell, dass man ewig auf Abnehmer wartet.

Auf meinem weiteren Blog nachsitzen.org läuft im Moment das Liegestuhlwichteln, bei dem unter anderem auch Fachbücher getauscht werden können.

Vielleicht habt Ihr ja auch Lust daran teilzunehmen. Und wer keine Strick- Näh- oder sonstige Fachbücher hat, kann auch ganz einfach dort einen Schmöker eintauschen.

Ich freue mich auf Euch!
Liegestuhlwichteln

So ein Fusselmonster!

Meine Schwiegermutter hat eine gestrickte Jacke von einer Nachbarin bekommen. Die Jacke wurde aus Rödelwolle gestrickt. Leider weiß ich hier die genaue Qualität nicht.

Aber so ein Fusselmonster habe ich schon lange nicht mehr gesehen und nicht nur das, die Jacke hat auch eine immense Knötchenbildung. Ich würde ja nichts sagen, wenn es eines der Lieblingsstücke wäre und sie praktisch regelmäßig durch die Waschmaschine sausen würde. Doch das ist hier nicht der Fall.

Schade um die ganze Arbeit, da hat man später beim Tragen wenig Freude daran.

Ich bin deshalb auch schon lange dazu übergegangen nur noch Qualtiätswolle zu kaufen. Vorzugsweise reduziert  🙂 . Denn nur bei guter Qualität hat man auch später noch viel Freude am gestrickten Werk.

Aber noch viel wichtiger als der Name ist mir der „Griff“. Also, wie sich die Wolle anfühlt. So habe ich zwar auch schon mal von der Zusammensetzung her tolle Wolle beim Stricken und Tragen geflucht.

Obwohl, ich versuche schon möglichst wenig Kunstfasern mitzukaufen. Denn irgendwie mag ich es schon lieber natürlich. Doch meist bringen eben diese jenen Kunstfasern eine bessere Griffigkeit.

Wie ist das bei Euch, achtet Ihr auf die Zusammensetzung und darauf wie sich das Garn anfühlt. Oder entscheidet nur der Preis oder der Name?

Habt Ihr schon eigene Erfahrungen mit der Rödelwolle gemacht? Ich ehrlich gesagt nicht, da ich mich in dem bei uns näherliegenden Laden absolut unwohl fühle und somit dort noch nichts gekauft habe.

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Woll-Dealer

Ich gebe es ja zu, meist kaufe ich meine Wolle in dem örtlichen kleinen Wollgeschäft. Hier entdecke ich oft reduziertes Garn und dies meist zu einer guten Qualität. Auch muss ich sagen, dass dieser Laden erstaunlich gut geführt ist. Nichts vom alten Handarbeitsmuff. Auch sind meist Leute in dem Laden drin. Zudem bietet er alles, was das Handarbeitsherz begehrt, inklusive eventueller Hilfestellung. Ein kleiner Tisch mit ein paar Stühlen wird oft von Kundinnen genutzt, die dort ein wenig weiter stricken möchten.

Ehrlich gesagt erstaunt es mich doch immer wieder, denn ich bin noch von der Vorstellung geprägt, dass diese Läden eher etwas für „alte Strickmütterchen“ sind und die jungen Leute dort eher nicht verkehren. Hier ist eher das Gegenteil der Fall und neben der älteren Generation sind auch erstaunlich viele jüngere Kunden dort zu finden. Also ist hier in unserer Kleinstadt Stricken und Handarbeiten wieder so richti hipp geworden.

Aber nur in dem Laden. Wenn man zu den  anderen Möglichkeiten an Wolle zu kommen schaut, ist dort eher tote Hose als dass dort die Frauen stolz ihre Wollberge zur Kasse tragen.

Warum ist das so?

Zum einen liegt es sicher an dem Laden und wie er geführt wird. Zum anderen auch an den tollen Angeboten und dem reichhaltigen Sortiment welches dort zu finden ist.

Aber manchmal hat auch dieser Laden nicht alles, was ich brauche. Auf der Suche nach einer günstigen Filzwolle habe ich zuletzt einen Internetshop getestet.  Ein ausführlicher Erfahrungsbericht folgt demnächst.